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Berghausener Blumentopf in Langenfeld
(Beitrag aus DEGA 24/2006)
Verkauf mit vielen Ideen ankurbeln
100 000 Menschen leben im Raum Langenfeld-Köln-Düsseldorf. Sie bilden das Kundenpotenzial
für den „Berghausener Blumentopf“. Gerhart Stock stellte seinen Betrieb Anfang
der 80er Jahre konsequent auf Einzelhandel um. Er macht sich viele Gedanken darüber,
wie der Verkauf anzukurbeln ist.
Unser Ziel ist es, den Kunden, die im Betrieb sind, alle Wünsche in Bezug auf die Pflanze
zu erfüllen“, sagt Gerhart Stock. Der ist nicht nur ein guter Verkäufer, der
Pflanzen mag, sondern auch ein guter Kultivateur. So wird in der Einzelhandelsgärtnerei
noch intensiv für den Bedarf der Kunden produziert.
Nachdem Stock erst Jungpflanzen und dann Zierpflanzen in den Gemüsebautrieb des Vaters
eingebracht hatte, war Ende der 70er Jahre klar, dass er einen Weg aus dem ständig steigenden
Druck des Wettbewerbs finden musste. Ende der 70er Jahre wurden die ersten Pelargonien mit großem
Erfolg aus der Gärtnerei verkauft. Wenige Jahre später entstand der „Berghausener
Blumentopf“.
Rationelles Arbeiten überall gefragt
Stock hatte die Chancen, die die Lage des Betriebs direkt an der Bundesstraße 8 bieten,
früh erkannt. Nach der Umstellung auf den Einzelhandel wurde das Unternehmen immer weiter
aus- und umgebaut. „Die Fachberatung der Kammer hat uns dabei sehr geholfen“, sagt
der Gärtner. Ein Beispiel sind die festen Tische in dem Gewächshaus, das von April
bis Juli für die Kunden geöffnet ist. Hier kann man direkt aus der Kultur auswählen.
Breite Wege, die rund um die Tische gehen, erleichtern das Einkaufen.
In der Produktion, zu der die Kunden keinen Zutritt haben, sieht es dagegen ganz anders aus:
Hier wird mit Mobiltischen jeder Quadratmeter für die Pflanzen genutzt. Auch eine Einzelhandelsgärtnerei
muss heute in der Produktion rationell arbeiten.
Im „Berghausener Blumentopf“ gibt es das komplette Pflanzensortiment für Haus
und Garten. Schnittblumen fehlen, werden aber von den Kunden kaum vermisst – Stock und
sein Team präsentieren immer ein großes Sortiment an dekorierten Topfpflanzen und
frischen Schalen. Außer Haus bietet Stock keine Dienstleistungen an, auf Kundenwunsch
und gegen Bezahlung wird Ware geliefert.
Aktionspreise als Türöffner
Im gesamten Verkauf fallen bei der Dekoration die konsequent angebotenen Zusatzartikel, wie
der passende Spezialdünger oder schöne Übertöpfe auf. Gerhart Stock nutzt
das Angebot der SAGA-Flor-Gruppe „Grün erleben“ und setzt dessen Inhalte
in Verkauf und Werbung um. „In der Saison im Mai haben wir bis zu 1 000 Kunden am Tag“,
erklärt er.
Und wenn einmal nicht Saison ist oder der Winter wie in diesem Jahr gar nicht aufhören
mag, hat Stock immer noch eine Aktion in der Hinterhand: „Der Ausverkauf der Weihnachtsartikel
war ein großer Erfolg. Solche Aktionen machen wir auch schon mal mit Pflanzen aus der
eigenen Produktion. In diesem Jahr hatten wir sehr viele Margeriten-Büsche, die wir dann
zu einem sehr guten Preis angeboten haben. Auch das lockt Kunden“, weiß der Verkaufsprofi.
Die Kunden kennen die Gärtnerei mit dem prägnanten Namen auch deshalb, weil in Langenfeld
drei Busse als Werbeträger für den „Berghausener Blumentopf“ unterwegs
sind. Dazu kommen Großflächenplakate und die regelmäßig erscheinenden
Themenprospekte der Sagaflor, die für Aufmerksamkeit sorgen.
Gerhart Stock versteht es sehr gut, sein Unternehmen nach außen hin darzustellen. Die
dicke Mappe mit Zeitungsausschnitten dokumentiert das. Name und Logo sind dabei aus seiner Sicht
ein Glücksfall: „Das hat ein Fachmann in den 80er Jahren gestaltet, und ich bin bis
heute sehr zufrieden damit.“ Stock trägt im Familienunternehmen die Last nicht mehr
ganz allein – Tochter Antje ist bereits im Betrieb aktiv.
Text und Bilder: Christiane James, Straelen
Betriebsdaten:
- Geschichte: 1930 vom Vater als Gemüsebetrieb gegründet, 1965 Übernahme durch
Gerhart Stock und Beginn der Zierpflanzenproduktion, 1982 Eröffnung „Berghausener
Blumentopf“ und Umstellen des Absatzes auf Einzelhandel
- Größe: 3900 m² Produktionsfläche, 3500 m² überdachte Verkaufsfläche,
2800 m² Freilandverkaufsfläche
- Kulturen: Primeln, Pelargonien, Margeriten-Stämme und
- Büsche, Petunienampeln, Impatiens-Neu-Guinea, Cyclamen, Poinsettien
- Mitarbeiter: 27 ausgebildete Fachkräfte in Vollzeit, 4 Auszubildende zum „Pflanzenfachberater“,
Teilzeitkräfte nach Bedarf
- Besonderes: 5-Sterne-Premium-Gärtnerei und Zweitplatzierte im Wettbewerb „Gärtnerei
des Jahres 2006“ in Nordrhein-Westfalen. Gerhart Stock ist engagierter Ausbilder und
hat in den letzten 30 Jahren 40 junge Menschen zu Gärtnern oder Pflanzenfachberatern
ausgebildet. Engagement auch als Prüfungsmeister und in der Fachgruppe Einzelhandelsgärtnerei
im Landesverband Gartenbau Rheinland.
Kontakt:
Berghausener Blumentopf – Gärtnerei Gerhart Stock, An der Landstraße 10, 40764
Langenfeld, Telefon 0 21 73/7 55 55, Fax 7 55 50


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Gerhart Stock und Tochter Antje

Markanter Name, wieder erkennbares Logo

Schalen und Topfpflanzen ersetzen Schnittblumen

Beiträge erschienen in DEGA - Magazin für Entscheider im Gartenbau
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